Kurzbeschreibung
Maria-Ward-Schule

Die Erweiterung der Maria-Ward-Schule sieht eine Aufnahme, Optimierung und Weiterentwicklung vorhandener städtebaulicher Qualitäten vor. Der bestehende Konvent wird dabei als eigenständiges Bauwerk erhalten und aufgewertet, die Schule angemessen und nachhaltig ergänzt.

Das Tragwerk der Schulerweiterung und des anschließenden Neubaus einer 4-fach Turnhalle gliedert sich im Wesentlichen in zwei Hauptteile: Den dreigeschossigen Schulbau als Massivbau und die zweigeschossige Turnhalle mit einer leichten Dachkonstruktion aus geschweißten Stahlhohlprofilen und einer Massivdecke über der unteren Turnhallenebene.

Im Bereich des Schulgebäudes spannen die schlaff bewehrten Stahlbetonflachdecken jeweils von der Fassade zu den Flurwänden. Zur Aula hin kragen die Deckenebenen über die Flurwände frei aus. In der Fassadenebene werden die Lasten von tragenden Brüstungen aufgenommen und in die darunter liegenden Stahlbetonpfeiler geleitet. Sowohl die Brüstungen wie auch die Pfeiler sind als Stahlbetonsandwichelemente mit einer hochwertigen Sichtbetonoberfläche geplant. Die Stützenfreiheit im Erdgeschoss im Bereich des zurückspringenden Eingangsbereichs wird durch Abfangungen der Deckenlasten über wandartige Träger und Überzüge im ersten Obergeschoss realisiert.

Das Dach der Turnhalle wird von einer leichten Stahlkonstruktion aus geschweißten schlanken Rechteckhohlprofilen, die in Längsrichtung der Spielfelder spannen, getragen. Die Decke über dem unteren Hallenteil, die die Lasten aus dem Sportbetrieb aufnehmen muss, wird mit Spannbetonhalbfertigteilbindern mit Ortbetonergänzung, die in Hallenquerrichtung über die Mittelwand spannen, getragen.

Die gewählte massive Bauart und der mögliche hohe Vorfertigungsgrad gewährleisten sowohl die geforderte Wirtschaftlichkeit wie auch eine robuste und nachhaltige Bauweise. Gleichzeitig wird in Verbindung mit dem energetischen Standard ausreichende Speichermasse für ein ausgeglichenes Raumklima geboten.

Bilder
Maria-Ward-Schule | H²M – Architekten, Häublein – Müller GdbR, Kulmbach | Nürnberg | Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg | Wettbewerbe, Hochbau | Dr. Kreutz+Partner - Beratende Ingenieure
Fakten
Projekttyp: Wettbewerbe, Hochbau
Ort: Nürnberg
Bauherr: Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg
Entwurf: H²M – Architekten, Häublein – Müller GdbR, Kulmbach
1. Preis Realisierungswettbewerb
Bauzeit: 2011-2015
Unser Leistungsumfang: Tragwerkskonzept, Kostenschätzung in der Wettbewerbsphase, Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §49 HOAI 2009, besondere Leistungen
Karte
Maria-Ward-Schule